Verantwortungsvolles Spielen
Geltungsbereich
Diese Richtlinie regelt den Umgang mit Glücksspielangeboten auf dieser Website und betrifft alle Nutzerinnen und Nutzer, die die Angebote von Bet on red in Anspruch nehmen; sie erstreckt sich nicht auf Spiele oder Dienste, die von Drittanbietern außerhalb dieser Plattform betrieben werden. Die nachfolgenden Abschnitte gelten für jede Person, die ein Konto besitzt, eine Einzahlung tätigt oder ein Spiel startet, unabhängig davon, ob sie gelegentlich oder regelmäßig spielt.
Grundsätze des Spielens
Glücksspiel auf dieser Website ist eine freiwillige Freizeitbeschäftigung und kein Mittel, um finanzielle Schwierigkeiten zu lösen oder regelmäßige Einkünfte zu erzielen. Ein Spiel gilt dann als verantwortungsvoll, wenn die Einsätze aus freien Mitteln stammen, die nicht für Miete, Lebensmittel, Rechnungen oder andere Verbindlichkeiten benötigt werden. Kein Einsatz bietet eine Garantie auf Gewinn, und jede Runde unterliegt dem Zufall, weshalb niemand mit Verlusten rechnen sollte, die die eigene Lebensführung beeinträchtigen.
Spielerinnen und Spieler sollten sich vor jedem Spiel klare Regeln setzen, die festlegen, wie viel Zeit und welcher Betrag maximal aufgewendet werden dürfen. Diese Regeln sollten schriftlich festgehalten und vor Spielbeginn überprüft werden, damit Entscheidungen nicht aus einer Laune heraus getroffen werden. Wer spielt, sollte sich bewusst sein, dass ein Spielabend auch mit einem vollständigen Verlust des eingesetzten Betrags enden kann.
Selbstbeobachtung
Ein kontrollierter Umgang mit Glücksspiel setzt voraus, dass man das eigene Verhalten ehrlich prüft. Es empfiehlt sich, ein einfaches Protokoll zu führen, das Datum, Dauer und eingesetzten Betrag jeder Spielsitzung festhält. Ein solches Protokoll hilft dabei, Veränderungen im eigenen Verhalten zu erkennen, bevor sie zu einem Problem werden. Die Aufzeichnungen sollten regelmäßig, etwa einmal im Monat, durchgesehen und mit den eigenen Vorgaben abgeglichen werden.
Wer feststellt, dass die tatsächlichen Ausgaben oder die aufgewendete Zeit von den geplanten Werten abweichen, sollte die Gründe dafür prüfen und die eigenen Regeln anpassen. Eine ehrliche Auswertung zeigt oft, dass vermeintlich kleine Einsätze in der Summe eine beträchtliche Höhe erreichen. Bleiben Zeit und Geld im Rahmen der eigenen Vorgaben, spricht nichts gegen eine gelegentliche Spielrunde.
Anzeichen für problematisches Verhalten
Glücksspiel kann von einer Freizeitbeschäftigung zu einer Belastung werden, ohne dass dies sofort auffällt. Die folgenden Anzeichen deuten darauf hin, dass das Spielen nicht mehr im Gleichgewicht ist:
- Gedanken kreisen über längere Zeiträume um vergangene oder künftige Spielrunden, auch außerhalb der Spielzeit.
- Verpflichtungen aus Beruf, Familie oder Freundeskreis werden verschoben oder vernachlässigt, um spielen zu können.
- Unruhe oder Gereiztheit tritt auf, wenn eine Spielpause ansteht oder kein Zugang zu einem Spiel besteht.
- Geld wird geliehen oder Rücklagen werden für Einsätze verwendet, die eigentlich anderen Zwecken dienen sollten.
- Das Spielen wird fortgesetzt, obwohl bereits finanzielle, berufliche oder persönliche Probleme dadurch entstanden sind.
Wer mehrere dieser Anzeichen bei sich erkennt, sollte eine längere Spielpause einlegen und das eigene Verhalten grundlegend überdenken. Je früher eine solche Reflexion stattfindet, desto einfacher lässt sich eine negative Entwicklung umkehren. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sich einzugestehen, dass das Spielen aus dem Ruder läuft.
Verlustjagd
Der Versuch, verlorene Beträge durch weitere Einsätze zurückzugewinnen, führt in der Regel zu größeren Verlusten statt zu einer Erholung. Da jede Spielrunde unabhängig vom vorherigen Ausgang dem Zufall unterliegt, erhöht ein höherer Einsatz nicht die Chance, einen früheren Verlust auszugleichen. Wer nach einem Verlust sofort weiterspielt, trifft Entscheidungen meist unter emotionalem Druck und weicht von den zuvor gesetzten Regeln ab.
Ein Verlust sollte als abgeschlossener Vorgang betrachtet werden, der nicht durch weiteres Spielen korrigiert werden kann. Wer merkt, dass der Gedanke an den Verlust das Weiterspielen antreibt, sollte die Sitzung beenden und Abstand gewinnen. Eine Unterbrechung von wenigen Minuten reicht oft aus, um eine impulsive Entscheidung zu vermeiden und die Lage nüchtern zu beurteilen. Das Einplanen solcher Pausen gehört zu einem kontrollierten Umgang mit Glücksspiel.
Zeitliche und finanzielle Kontrolle
Pausen, Einsatzgrenzen und bewusste Unterbrechungen sind wirksame Mittel, um das eigene Spielverhalten zu steuern. Wer bemerkt, dass Spielzeiten oder Ausgaben steigen, sollte eine Auszeit einplanen und das eigene Verhalten überprüfen. Eine solche Auszeit kann einen einzelnen Tag, ein Wochenende oder einen längeren Zeitraum umfassen, je nachdem, was die Situation erfordert. Während dieser Pause sollte kein Spielangebot genutzt und keine Einzahlung getätigt werden.
Die folgenden Maßnahmen unterstützen einen kontrollierten Umgang mit Zeit und Geld:
- Nur frei verfügbares Geld verwenden, das nicht für laufende Kosten oder Notlagen vorgesehen ist.
- Ausgaben im Blick behalten, indem jede Einzahlung und jeder Gewinn notiert wird.
- Spielfreie Tage einplanen, an denen bewusst kein Spielangebot genutzt wird.
- Spontane Nachzahlungen vermeiden, die nicht in den zuvor festgelegten Regeln vorgesehen sind.
- Das Spiel abbrechen, sobald es nicht mehr entspannt bleibt oder Druck entsteht.
Einsatzgrenzen sollten vor Beginn einer Sitzung festgelegt und nicht während des Spiels verändert werden. Eine feste Obergrenze für Verluste pro Tag oder pro Woche gibt dem Spielen einen verlässlichen Rahmen. Wer diese Grenze erreicht, beendet die Sitzung ohne Ausnahme.
Bedeutung der Kontrolle
Glücksspiele sind durch Zufall geprägt, und kein System, keine Strategie und keine Erfahrung kann diesen Zufall aufheben. Deshalb ist es wichtig, Entscheidungen nicht impulsiv zu treffen, sondern vorab Regeln für Einsatz, Dauer und Häufigkeit festzulegen. Wer diese Regeln vor Spielbeginn definiert, schützt sich vor Entscheidungen, die im Nachhinein bereut werden. Die Kontrolle liegt damit bei der spielenden Person und nicht beim Zufall oder bei der Stimmung des Augenblicks.
Ein kontrollierter Umgang bedeutet nicht, auf das Spielen zu verzichten, sondern es in einem Rahmen zu halten, der keine negativen Folgen für die eigene Lebensführung hat. Regeln, die vor dem Spiel festgelegt wurden, sollten während des Spiels nicht angepasst werden, da gerade in emotionalen Momenten die Versuchung groß ist, Ausnahmen zu machen. Wer konsequent an den eigenen Vorgaben festhält, behält die Übersicht über Zeit und Geld.
Schutz von Kindern und Jugendlichen
Minderjährige dürfen keinen Zugang zu Glücksspielen haben, und diese Website richtet sich ausschließlich an Personen, die das gesetzlich erforderliche Alter erreicht haben. Erwachsene sollten dafür sorgen, dass Konten, Zahlungsdaten und Geräte nicht von Kindern oder Jugendlichen genutzt werden können. Dazu gehört, Passwörter und PIN-Codes nicht mitzuteilen und die Geräte nach der Nutzung zu sperren. Auch die Speicherung von Zahlungsinformationen auf gemeinsam genutzten Geräten sollte vermieden werden.
Eltern und Erziehungsberechtigte sollten mit Kindern und Jugendlichen über die Risiken von Glücksspiel sprechen und erklären, dass es sich nicht um ein harmloses Zeitvertreib handelt. Auf Geräten, die von Minderjährigen mitgenutzt werden, sollten entsprechende Schutzfunktionen aktiviert sein. Wer den Verdacht hat, dass eine minderjährige Person Zugang zu einem Spielangebot gefunden hat, sollte dies unverzüglich melden und den Zugang sperren.
Hilfsangebote in Österreich
In Österreich stehen mehrere seriöse Stellen zur Verfügung, die Information, Beratung oder weiterführende Hilfe anbieten. Diese Angebote sind kostenlos, vertraulich und richten sich an Betroffene sowie an Angehörige, die sich Sorgen machen. Eine frühzeitige Kontaktaufnahme ist sinnvoll, sobald erste Anzeichen einer Belastung auftreten, und nicht erst dann, wenn das Problem bereits ausgeprägt ist.
BMF – Spielerschutz und Hilfsangebote liefert offizielle Informationen zu Risiken, Selbsttests und Unterstützungsangeboten. Schuldenberatung – Beratungsstellen nennt die Standorte der staatlich anerkannten Schuldenberatungen in Österreich und hilft bei finanziellen Schwierigkeiten, die durch Glücksspiel entstanden sind. Sozialministerium – Informationen zu Spielsucht stellt öffentliche Gesundheitsinformationen zum Thema pathologisches Glücksspiel bereit. Diese Stellen bieten auch Angehörigen die Möglichkeit, sich über den Umgang mit betroffenen Personen zu informieren.
Abschlussbestimmungen
Ein sicherer Umgang mit Glücksspiel setzt Information, Selbstbeobachtung und klare Regeln voraus. Diese Richtlinie ersetzt keine persönliche Beratung durch Fachstellen, sondern ergänzt sie durch praktische Hinweise zur Selbstkontrolle. Hilfe sollte frühzeitig in Anspruch genommen werden, wenn Belastungen entstehen, und nicht erst dann, wenn das Spielen bereits zu erheblichen Problemen geführt hat. Jede Person trägt die Verantwortung für ihr eigenes Spielverhalten und sollte diese Verantwortung ernst nehmen.
Diese Website behält sich vor, die vorliegende Richtlinie bei Bedarf anzupassen, um neuen Erkenntnissen oder geänderten Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen. Nutzerinnen und Nutzer sollten die Seite regelmäßig auf Aktualisierungen prüfen. Für Fragen zum eigenen Spielverhalten oder zu den Hilfsangeboten stehen die oben genannten Stellen zur Verfügung.